Texte



„Das Unsichtbare sichtbar machen durch die Realität. – Das mag vielleicht paradox klingen – es ist aber wirklich die Realität, die das eigentliche Mysterium des Daseins bildet!“

Dieser Gedanke von Max Beckmann beschreibt sehr treffend auch meine Suche nach der Aussage von Kunst. In meinen Arbeiten treffen verschiedene Realitäten aufeinander.

Ich sammle Eindrücke aus der Kunst, dem Alltag und der Vergangenheit, die ich dann auf meinen Bildern überlagere und in einen Dialog treten lasse. Daraus entsteht eine neue Realität.

Die Frage nach der Identität, der künstlerischen als auch der individuellen Eigenständigkeit durchzieht als Thema meine verschiedenen Werkreihen.

Während in der Reihe der „EinBrüche“ die Suche nach der künstlerischen Freiheit im Mittelpunkt steht, ist es in der „Interferenz“ die Erinnerung. Der Begriff der Interferenz beschreibt in der Linguistik das Phänomen der Gedächtnisüberlagerung. In meinen Arbeiten schieben sich Erinnerungen verschiedener Zeiten und Orte übereinander.

Es entstehen eine neue verwirrende Bildrealität, die assoziativ Verknüpfungen schafft, die eine Verbindung zum Unsichtbaren schaffen.



Sabine Rolli